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Wohnen an der Hanauer Landstraße in Frankfurt am Main – urbanes Leben mit Ecken, Kanten und Mainblick

Autorenbild: Von Peter Breul
Von Peter Breul
11. Aug.
8 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 1. Sept.


Zwischen Ostbahnhof, Hafenpark und Fechenheim wächst ein Wohnstandort, der moderne Quartiere, kurze Wege und den unverwechselbaren Charakter des Frankfurter Ostens verbindet.


Moderne Gebäudefassade mit weißen Lamellen und blauen Fenstern vor klarem Himmel, nach oben fotografiert.

Die Hanauer Landstraße ist quirlig, lebendig und voller Gegensätze. Zwischen historischen Gewerbehöfen, modernen Quartieren, lebendiger Kunst, Hafenpark und Mainufer hat sich ein Wohnstandort entwickelt, der nicht jedem gefallen muss – aber erstaunlich viel zu bieten hat. Wer hier wohnen möchte, sollte allerdings genau hinsehen: Oft entscheiden wenige Meter, die Ausrichtung der Wohnung und der Blick in den Innenhof darüber, ob die Hanauer zum urbanen Lebensgefühl oder zur täglichen Belastung wird.


Doch eines ist sicher: Die Hanauer ist kein 08/15-Wohngebiet. Sie hat ihre ganz eigene Handschrift – individuell, eigenwillig und unverwechselbar.


Der größte Wohnungszuwachs konzentriert sich auf das Ostend zwischen Ostbahnhof und Main. Dort stehen heute mehrere Hundert Wohnungen neben Büros, Hotels, Einzelhandel und Gastronomie. Östlich der Autobahn 661 liegt das Wohnen dagegen überwiegend abseits der Hanauer – im gewachsenen Fechenheim und näher am Mainufer.


Zwischen Kunst, Main und Freestyle Wohnen an der Hanauer Landstraße in Frankfurt am Main


Zwischen Allerheiligentor und Ostbahnhof präsentiert sich die Hanauer Landstraße als dichte innerstädtische Wohn- und Geschäftsstraße. Ältere Mehrfamilienhäuser, kleinere Geschäfte und gastronomische Angebote prägen diesen Abschnitt. Bei der Wohnungssuche spielen hier vor allem der Zustand des Gebäudes, die direkte Straßenlage, fehlende Stellplätze und die Entfernung zur nächsten U-Bahn- oder Straßenbahnhaltestelle eine Rolle.


Vom Ostbahnhof bis zur Autobahn 661 verändert sich das Bild deutlich. Neubauquartiere, Büros, Hotels, Autohäuser, Osthafen und Mainufer liegen teilweise nur wenige Hundert Meter voneinander entfernt. Entscheidend sind in diesem Abschnitt die Ausrichtung zum Innenhof oder zur Straße, der vorhandene Schallschutz, laufende Bauarbeiten und der tatsächliche Fußweg zum Main. Östlich der A661 bestimmen entlang der Hanauer Landstraße vor allem Handel, Logistik, Industrie und großflächiges Gewerbe das Umfeld. Die Wohngebiete liegen überwiegend seitlich versetzt. Wichtig sind dort die Entfernung zur Straßenbahnhaltestelle, die Nähe zu Industrieflächen, mögliche Hochwasserlagen und die Versorgung im direkten Wohnumfeld. Diese Einteilung ist wichtiger als der Sammelbegriff „Wohnen an der Hanauer“. Eine Wohnung zur Hanauer Landstraße kann trotz moderner Fenster deutlich vom Verkehr geprägt sein. Eine Einheit im selben Gebäudeblock, aber zum begrünten Innenhof oder zur Ferdinand-Happ-Straße ausgerichtet, kann wesentlich ruhiger liegen.


Ostbahnhof: der wichtigste Verkehrsknoten im Quartier


Der Ostbahnhof verbindet das Gebiet mit U-Bahn, Straßenbahn und Bus. Die U6 fährt auf der Strecke Hausen – Bockenheimer Warte – Konstablerwache – Ostbahnhof. Seit dem Fahrplanwechsel 2026 gilt in der Hauptverkehrszeit wieder ein 7,5-Minuten-Takt. Die Straßenbahnlinie 11 verbindet Fechenheim Schießhüttenstraße über die Hanauer Landstraße mit der Innenstadt und Höchst. Die Linie 12 fährt von Fechenheim Hugo-Junkers-Straße bis Schwanheim Rheinlandstraße. Der Metrobus M32 verbindet Ost- und Westbahnhof. Die aktuellen Linienwege sind im RMV- Fahrplan 2026 aufgeführt. Für das Hafenpark Quartier nennt der Projektentwickler als Richtwerte fünf Minuten Fußweg zum Ostbahnhof und eine Minute bis zur nächsten Bus- oder Straßenbahnhaltestelle. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln werden neun Minuten zur Hauptwache und 15 Minuten zum Hauptbahnhof angegeben. Diese Werte gelten für das Quartier an der Hanauer Landstraße 102; sie lassen sich nicht pauschal auf jede Adresse entlang der Straße übertragen.


Mit dem Auto ist der mittlere Abschnitt über den Ratswegkreisel an die Anschlussstelle Frankfurt-Ost der A661 angebunden. Das ist für Pendler praktisch, bringt aber zusätzlichen Berufs-, Liefer- und Veranstaltungsverkehr in das Gebiet. Wer eine Wohnung ernsthaft prüft, sollte die Strecke nicht nur sonntags besichtigen, sondern an einem Werktag zwischen 7 und 9 Uhr sowie zwischen 16 und 19 Uhr.


The East: 177 Mietwohnungen seit 2017


„The East“ liegt an der Hanauer Landstraße 77–81 auf dem Gelände der früheren Frankfurter Branddirektion. Das Ensemble wurde 2017 fertiggestellt und umfasst 35.300 Quadratmeter Bruttogrundfläche. In vier Baukörpern entstanden 177 Mietwohnungen, ein Hotel mit 168 Zimmern, Büros und Geschäfte. Zwei Wohngebäude, das Hotel und ein Bürogebäude gruppieren sich um einen Innenhof und eine öffentlich nutzbare Passage zwischen Ostbahnhofstraße und Hanauer Landstraße.

Die Gebäudestruktur zeigt bereits das Grundprinzip vieler neuer Projekte im Ostend: Zur Straße und an den öffentlich genutzten Bereichen liegen Hotel, Gewerbe und Erschließung; ein Teil der Wohnungen orientiert sich zum geschützten Blockinneren. Dachterrassen befinden sich auf dem siebengeschossigen Gebäudeteil.


Für Interessenten reicht die Bezeichnung „The East“ deshalb nicht aus. Entscheidend sind Gebäude, Etage und Himmelsrichtung. Eine Wohnung an der Passage, eine Wohnung zum Innenhof und eine Einheit direkt zur Hanauer haben unterschiedliche Geräuschkulissen und Lichtverhältnisse.


OstStern: 497 realisierte Wohnungen auf dem Mercedes-Areal


Das Quartier OstStern entstand auf dem ehemaligen Mercedes-Benz-Areal zwischen Hanauer Landstraße, Ferdinand-Happ-Straße und Launhardtstraße. Die privat finanzierten Wohngebäude wurden von Februar 2021 bis August 2023 errichtet. Das ausführende Bauunternehmen nennt 378 Wohnungen: 137 im östlichen und 241 im westlichen Bauabschnitt. Die Wohnkompanie gibt für diese Einheiten Größen von 22 bis 110 Quadratmetern und eine Fertigstellung im dritten Quartal 2023 an.


Hinzu kommen 119 geförderte Wohnungen der städtischen ABG Frankfurt Holding. Sie liegen an der Launhardtstraße 9–15 sowie an der Ferdinand-Happ-Straße 18 und 18a und werden im ersten und zweiten Förderweg vermietet. Im Erdgeschoss der Launhardtstraße 13 befindet sich eine vierzügige Kindertagesstätte. Damit wurden nach den Abschlussangaben insgesamt 497 Wohnungen realisiert. Frühere Planungsunterlagen nannten 376 frei finanzierte und 120 geförderte Wohnungen, also 496 Einheiten. Die Differenz von einer Wohnung erklärt sich durch die Fortschreibung zwischen Planung und Fertigstellung. Für einen aktuellen Beitrag sind die realisierten Zahlen – 378 Wohnungen im privaten Teil und 119 Wohnungen im ABG -Teil – die präzisere Grundlage.

Städtebaulich liegt ein großer Teil der Wohnungen nicht direkt an der Hanauer. Die Wohngebäude orientieren sich stärker zur Ferdinand-Happ- und Launhardtstraße, während die Büro- und Gewerbebauten den südlichen Abschluss zur Verkehrsachse bilden. Der öffentliche Quartiersplatz und die Durchwegung verbinden die Ferdinand-Happ-Straße mit der Hanauer.


Hafenpark Quartier: 604 Wohnungen, der Ausbau geht weiter


Das Hafenpark Quartier liegt an der Hanauer Landstraße 102 zwischen Honsellstraße, Mayfarthstraße, Europäischer Zentralbank und Main. Das Grundstück umfasst rund 34.000 Quadratmeter. Der Masterplan sieht neben Wohnungen etwa 62.000 Quadratmeter Bürofläche, zwei Hotels, Einzelhandel und eine Kindertagesstätte vor. Für das Gesamtprojekt nennt die B&L Gruppe einen Entwicklungszeitraum von 2020 bis 2029.

Der Wohnungsbau ist bereits realisiert. Der erste Bauabschnitt „Max & Sophie“ wurde Mitte 2020 mit 316 Mietwohnungen, 217 Tiefgaragenstellplätzen, 2.000 Quadratmetern Einzelhandel und 100 Kitaplätzen fertiggestellt. Im Erdgeschoss befinden sich unter anderem ein Biomarkt, eine Bäckerei und Gastronomie.


Der dritte Bauabschnitt HPQ Living folgte 2025 mit 288 Eigentumswohnungen und 245 Stellplätzen; rund die Hälfte dieser Stellplätze ist für Elektromobilität ausgerüstet. Zusammen ergeben beide Abschnitte 604 Wohnungen. Die Projektseite fasst diese Zahl gerundet als „rund 600 Wohnungen“ zusammen. Die Eigentumswohnungen reichen je nach Gebäudeteil von 38 bis 433 Quadratmetern. Angeboten werden Apartments, Maisonetten, Townhouses und Penthouses. Zu den gemeinschaftlichen oder gebäudebezogenen Merkmalen gehören ein begrünter Innenhof mit rund 100 Bäumen, eine 256 Quadratmeter große Dachterrasse im East Side, Concierge-Service sowie in ausgewählten Wohnungen Smart-Home-Technik und aktive Kühlung. Die aktuellen Angaben stehen auf der Projektseite von HPQ Living.


Abgeschlossen ist das Quartier damit noch nicht. Der Bürokomplex ANQR mit einem 16-geschossigen Tower und einem siebengeschossigen Gebäude befindet sich im Ausbau. Im Juni 2026 wurde Richtfest gefeiert. Geplant sind rund 64.700 Quadratmeter Mietfläche und mehr als 3.800 Arbeitsplätze. Auf der Molenspitze ist außerdem ein weiteres Hotel vorgesehen. Für Bewohner bedeutet das konkret: Die Wohnungen sind fertig, in Teilen des Quartiers bleiben Baustellenverkehr und Bauarbeiten aber noch Thema.

Rund 1.278 Wohnungen in drei Großprojekten

The East mit 177 Wohnungen, OstStern mit 497 Wohnungen und das Hafenpark Quartier mit 604 Wohnungen ergeben zusammen rund 1.278 realisierte Wohneinheiten. Das ist keine vollständige Bilanz der Hanauer Landstraße. Kleinere Neubauten, modernisierte Bestandsgebäude und Projekte in angrenzenden Straßen sind darin nicht enthalten. Die Zahl macht aber sichtbar, wie stark sich der Abschnitt zwischen Ostbahnhof und Main seit 2017 verändert hat. Auch die amtliche Bautätigkeitsstatistik bestätigt den Schwerpunkt. Im Jahr 2025 wurden im gesamten Ostend 423 Wohnungen fertiggestellt. Frankfurtweit waren es 3.684 Wohnungen, neun Prozent weniger als 2024. Das Ostend lag damit hinter Bockenheim mit 1.073 und dem Gallus mit 916 Fertigstellungen auf Platz drei der genannten räumlichen Schwerpunkte.

Diese 423 Wohnungen dürfen nicht zusätzlich zu jeder Projektzahl addiert werden: Die Jahresstatistik misst Fertigstellungen im gesamten Stadtteil, während die Projektzahlen den jeweiligen Gesamtbestand über mehrere Baujahre angeben.

Hafenpark: vier Hektar Sport und Grün am Main

Der Hafenpark an der Honsellstraße wurde 2014 eingerichtet und umfasst vier Hektar. Zum frei zugänglichen Sportband gehören Felder für Fußball, Volleyball, Basketball und Badminton sowie zwei Fitnessparcours.


Die Skate- und BMX-Anlage besitzt einen Street- und einen Bowlbereich. Hinzu kommen Spielangebote, Wiesen und Sitzbereiche.

Der Park ist rund um die Uhr geöffnet, kostenfrei und auf den Parkwegen barrierefrei. Zwei praktische Einschränkungen werden häufig übersehen: Im Park gibt es weder öffentliche Parkplätze noch eine Toilette.

Besonders am Abend und an Wochenenden wird die Anlage stark genutzt. Eine Wohnung mit Ausrichtung zum Park kann daher eine andere Geräuschkulisse haben als eine Einheit zum Innenhof.


Was Mieten im Ostend derzeit kosten


Eine einzige „Miete an der Hanauer“ gibt es nicht. Als Marktindikator weist Engel & Völkers für Mietwohnungen im Ostend im zweiten Quartal 2026 eine durchschnittliche Angebotsmiete von 20,71 Euro pro Quadratmeter aus.


Datengrundlage sind Angebotspreise auf Immobilienportalen; Stand der Auswertung ist der 2. Juni 2026. Daraus ergeben sich rein rechnerisch folgende Nettokaltmieten:


  • 60 Quadratmeter: 1.242,60 Euro

  • 80 Quadratmeter: 1.656,80 Euro

  • 100 Quadratmeter: 2.071,00 Euro


Diese Beispiele sind keine Preisangaben für ein bestimmtes Gebäude. Neubau, Möblierung, Mainblick, Stellplatz und kurze Vertragslaufzeiten können den Angebotspreis erhöhen; ältere Bestandswohnungen oder geförderte Einheiten liegen häufig darunter. Hinzu kommen Betriebs- und Heizkosten sowie gegebenenfalls die Stellplatzmiete.


Für die rechtlich maßgebliche ortsübliche Vergleichsmiete gilt seit dem 25. Juni 2026 der qualifizierte Frankfurter Mietspiegel 2026. Er bewertet Wohnungen nach Baujahr, Größe, Ausstattung, energetischen Merkmalen und adressgenauer Wohnlage. Das städtische Geoportal ordnet jede Adresse einer Lagekategorie von 1 bis 10 zu. In Frankfurt darf die Miete in einem bestehenden Mietverhältnis innerhalb von drei Jahren grundsätzlich um höchstens 15 Prozent steigen.


Bei einer Wiedervermietung greift grundsätzlich die Mietpreisbremse: höchstens zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete. Unter anderem Neubauten und umfassend modernisierte Wohnungen sind ausgenommen.

Fechenheim: Wohnen liegt meist neben der Hanauer

Östlich der A661 bleibt die Hanauer selbst vor allem Standort für Handel, Lager, Logistik und Industrie. Wohnqualität findet sich dort eher im historischen Kern von Fechenheim, am Ufer oder in den Wohnstraßen abseits der Gewerbeflächen. Die Straßenbahnlinien 11 und 12 stellen die direkte Verbindung nach Westen her: Linie 11 beginnt an der Schießhüttenstraße, Linie 12 an der Hugo-Junkers-Straße.


Der Fechenheimer Mainbogen umfasst nach dem Arten- und Biotopschutzkonzept der Stadt 144 Hektar. Die Mainschleife hat einen Durchmesser von etwa 1,5 Kilometern und bildet das größte unbebaute Überschwemmungsgebiet des Mains im Frankfurter Stadtgebiet. Das ist landschaftlich wertvoll, verlangt bei Immobilien in Mainnähe aber eine genaue Prüfung der amtlichen Hochwasser- und Starkregenkarten.


Eine weitere Freifläche ist der Heinrich-Kraft-Park an der Kilianstädter Straße. Der 1969 angelegte Waldspielpark ist 8,62 Hektar groß und von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet. Damit bietet Fechenheim deutlich mehr zusammenhängendes Grün als der zentrale Abschnitt der Hanauer, allerdings bei längeren Wegen zur Innenstadt.

Sieben Prüfungen vor der Entscheidung

  1. Adresse und Ausrichtung: Nicht nur die Hausnummer notieren, sondern festhalten, ob Wohn- und Schlafzimmer zur Hanauer, zur Straßenbahn, zum Quartiersplatz oder zum Innenhof liegen.


  2. Geräusche zu realistischen Zeiten: An einem Werktag morgens zwischen 7 und 9 Uhr und nachmittags zwischen 16 und 19 Uhr besichtigen. Bei Balkon oder Gastronomie im Erdgeschoss zusätzlich einen Termin am Freitag- oder Samstagabend einplanen.


  3. Fenster und Lüftung: Fenster schließen und öffnen. Fragen, welche Schallschutzklasse verbaut ist, ob eine kontrollierte Wohnraumlüftung vorhanden ist und ob Schlafräume auch bei geschlossenem Fenster ausreichend belüftet werden können.


  4. Sommerlicher Wärmeschutz: Himmelsrichtung, außenliegenden Sonnenschutz und Kühlung prüfen. Große Glasflächen und obere Etagen bringen mehr Licht, können sich im Sommer aber stärker aufheizen.


  5. Baustellen im Umfeld: Beim Hafenpark Quartier nicht nur auf die fertigen Wohngebäude schauen. Den Baufortschritt von ANQR und dem geplanten Hotel sowie Zufahrten und Bauzeiten erfragen.


  6. Gesamtkosten: Zur Nettokaltmiete Betriebs- und Heizkosten, Stellplatz, Möblierungszuschlag und mögliche Index- oder Staffelmiete addieren. Beim Kauf zusätzlich Hausgeld, Instandhaltungsrücklage, Teilungserklärung und Protokolle der Eigentümerversammlungen prüfen.


  7. Wege selbst messen: Fußweg zur Haltestelle, zum Lebensmittelmarkt, zur Kita und zum Main einmal tatsächlich gehen. Projektangaben beziehen sich meist auf einen zentralen Gebäudeeingang und nicht auf jede Wohnung im Quartier.


Für wen die Lage passt – und für wen nicht


Der Abschnitt zwischen Ostbahnhof und Hafenpark passt besonders zu Berufstätigen, Paaren und Singles, die U-Bahn, Straßenbahn, Mainufer, Gastronomie und kurze Wege regelmäßig nutzen. Familien finden in OstStern und Hafenpark Quartier größere Wohnungen, geschützte Innenbereiche und Kitas; sie sollten Schulweg und sichere Straßenquerungen trotzdem separat prüfen. Weniger passend ist die direkte Straßenlage für Menschen, die bei geöffnetem Fenster Ruhe erwarten oder Baustellen, Lieferverkehr und Veranstaltungen als starke Belastung empfinden. In diesem Fall sind Einheiten zum Innenhof, in den nördlichen Seitenstraßen oder in Fechenheim abseits der Gewerbeachse die sinnvollere Suche.


Die stärkste Wohnlage an der Hanauer ist deshalb nicht automatisch die teuerste Wohnung oder das bekannteste Projekt. Entscheidend ist die Kombination aus geschützter Ausrichtung, kurzem Weg zum Nahverkehr und echtem Zugang zum Main. An der richtigen Adresse liegen Stadt, Arbeit und Freizeit tatsächlich nah beieinander. An der falschen bleibt vor allem die Straße im Ohr. Eines ist sicher: Wohnen an der Hanauer Landstraße in Frankfurt am Main bedeutet Leben in einem Quartier, das niemals stillsteht. Bewegung gibt hier den Takt vor – auf der Straße, im Umfeld und im Alltag.

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