Fliegen mit Spaß
- Von Peter Breul

- 27. Apr.
- 9 Min. Lesezeit
Fliegen mit Spaß – wenn ein Tag nicht für den Schreibtisch gemacht ist
Tom nimmt uns mit auf einen Flugtag ab Egelsbach – vom ersten Blick in den Himmel bis zum Essen vor den Alpen.
Ein Sommertag am Verkehrslandeplatz Egelsbach, ein Flug Richtung Süden und der Moment, in dem aus Planung echte Freiheit wird.
Es gibt Tage, da merkt man schon beim Aufstehen, dass dieser Tag nicht für den Schreibtisch gemacht ist. Der Himmel ist klar, die Luft wirkt ruhig, das Licht fällt weich über die Dächer, und irgendwo im Kopf beginnt sofort dieser Gedanke: Heute müsste man eigentlich fliegen. Genau so ein Tag ist es für Tom. Kein grauer Himmel, keine schwere Luft, sondern freie Sicht, stabile Wetterlage und dieses besondere Gefühl, dass der Sommer schon früh am Morgen begonnen hat. Natürlich reicht ein schöner Himmel allein nicht aus.

Also wird der Tag sauber vorbereitet. Wetter einholen, Daten prüfen, Sichtweiten, Wind, Lufträume, Strecke, Alternativen und alles, was für einen sicheren Flug wichtig ist. Die Maschine ist gebucht, der Tag steht. Aber bevor es losgeht, gehört für Tom noch ein kleiner Moment dazu: beim Bäcker um die Ecke vorbei, Brötchen und Kaffee genießen, kurz ankommen, bevor es über die A661 mit dem Auto mit Kurs Richtung EDFE geht. Vorbei an Menschen, die ihrem Alltag nachgehen, während Tom innerlich längst woanders ist.
Angekommen am Verkehrslandeplatz Frankfurt-Egelsbach, nahe Frankfurt am Main, mitten im Rhein-Main-Gebiet, spürt man sofort diesen eigenen Rhythmus der Allgemeinen Luftfahrt. Hier stehen keine großen Airline-Terminals im Vordergrund, sondern kleinere Maschinen, Piloten, Flugschüler, Charterkunden, Einweiser, Mechaniker und Menschen, die sich einen Traum erfüllen. Tom mag genau diese Atmosphäre. Sie ist konzentriert, aber nicht steif. Technisch, aber nicht kalt. Man spürt, dass hier viel Verantwortung dazugehört, aber auch viel Freude an einer Leidenschaft, die Menschen verbindet.
Schnupperflug – der erste Schritt in eine andere Welt
Aber auch bei Tom hat elles mit einem Schnupperflug angefangen, dass er jetzt zu jeder Zeit alleine Fligene kann. Für jemanden, der zum ersten Mal einen Schnupperflug macht, ist dieser Moment besonders. Tom beobachtet das gerne. Wie jemand zunächst noch etwas unsicher neben der Maschine steht, Fragen stellt, ins Cockpit schaut, sich wundert, wie viele Instrumente dort sind, und schließlich langsam versteht: Das ist keine anonyme Reise. Das ist ein echtes Erlebnis. Man ist nicht Passagier Nummer 23 A, sondern Teil eines kleinen Fluges, bei dem jeder Schritt sichtbar wird. Die Vorflugkontrolle, der Blick auf die Tragflächen, der Check des Kraftstoffs, das Einsteigen, das Schließen der Türen, das Anschnallen, der erste Funkkontakt, das Rollen zur Piste. All das gehört dazu. Tom mag dieses langsame Hineinwachsen in den Flug. Es ist kein hektischer Moment, sondern ein bewusstes Ankommen in einer anderen Welt. Als Scheininhaber erlebt man denselben Morgen anders, aber nicht weniger intensiv. Tom kennt das Gefühl, eine Maschine zu chartern und dabei nicht nur an den schönen Teil zu denken. Natürlich ist da die Vorfreude. Aber da sind auch Wetter, Lufträume, Strecke, Alternativen, Kraftstoff, Gewicht, Schwerpunkt, Betriebszeiten und die Frage, ob wirklich alles zu diesem Tag passt. Genau das gefällt ihm an der Fliegerei. Sie ist Freiheit, aber keine Beliebigkeit. Sie schenkt Möglichkeiten, verlangt aber klare Entscheidungen. Wer fliegt, muss wach sein. Nicht angespannt, aber aufmerksam. Nicht ängstlich, aber respektvoll. Und wenn dann alles passt, wenn die Maschine bereitsteht, wenn das Wetter trägt und die Route sauber vorbereitet ist, entsteht dieser Moment, für den sich der ganze Aufwand lohnt.

Von Egelsbach aus Richtung Süden
Tom mag Strecken, die nicht nur ein Ziel haben, sondern unterwegs schon etwas erzählen. Eine Tour von Egelsbach Richtung Süden ist dafür ideal. Man lässt das Rhein-Main-Gebiet hinter sich, steigt aus einer dichten Region heraus und sieht plötzlich, wie sich die Landschaft öffnet. Am Boden wirkt vieles oft eng: Straßen, Städte, Verkehr, Termine. Aus der Luft aber ordnet sich alles neu. Autobahnen werden Linien, Ortschaften werden Muster, Wälder werden Flächen, Flüsse werden Orientierungspunkte. Tom mag diesen Moment, wenn das Bekannte kleiner wird und die Route langsam ihren eigenen Charakter bekommt. Je nach Planung kann es über südliche Bereiche Hessens, weiter über Baden-Württemberg oder Bayern gehen. Für Tom ist nicht nur München ein mögliches Ziel, sondern das ganze Gefühl, Richtung Alpenvorland unterwegs zu sein. Die Strecke kann über den Odenwald, Tauberfranken, die Schwäbische Alb oder weiter in Richtung bayerischer Raum führen. Natürlich hängt alles von Wetter, Lufträumen, Freigaben, Tagesform und Flugzeug ab. Aber als Idee ist diese Richtung stark. Sie verbindet Rhein-Main mit Süddeutschland, Alltag mit Reisegefühl und Flachland mit Alpenblick. In einer Cessna 172 mag Tom besonders den Blick nach unten. Die hohe Tragfläche lässt die Landschaft offen vor einem liegen. Man sitzt nicht in einer schnellen Reisekapsel, sondern in einem Flugzeug, das einem die Welt zeigt. Die Cessna 172 ist für ihn ein ehrliches Flugzeug. Kein lautes Versprechen, sondern ein verlässlicher Klassiker. Sie passt zu einem Schnupperflug, aber auch zu einem entspannten Chartertag, wenn man Zeit mitbringt und die Strecke bewusst erleben möchte. Gerade bei schönem Wetter ist das ein großer Vorteil. Man fliegt nicht nur, um anzukommen. Man fliegt, um zu sehen. im Vergleich fühlt sich eine Cirrus anders an. Moderner, schneller, stärker auf Strecke ausgelegt. Tom mag an ihr dieses Reisegefühl. Man merkt: Diese Maschine möchte nicht nur eine Platzrunde drehen. Sie möchte Strecke machen. Wer als Scheininhaber entsprechend eingewiesen ist und sich auf dem Muster wohlfühlt, kann damit einen Flugtag Richtung Süden sehr komfortabel gestalten. Auch eine Diamond DA40 oder vergleichbare Maschinen können reizvoll sein, weil sie moderne Avionik, gute Sicht und effizientes Reisen verbinden. Für Tom ist aber klar: Das Flugzeug muss zum Tag passen. Ein Charterflug braucht Vertrauen, Übersicht und Ruhe. Ein längerer Charterflug braucht Reichweite, saubere Planung und eine Maschine, die der Pilot sicher beherrscht. Fliegen mit Spaß bedeutet nicht, möglichst schnell oder möglichst teuer unterwegs zu sein. Es bedeutet, das richtige Flugzeug für den richtigen Moment zu wählen.
Wenn die Alpen am Horizont auftauchen
Der eigentliche Zauber beginnt für Tom oft nicht beim Start, sondern irgendwann unterwegs. Es gibt diesen Punkt, an dem man nach vorne schaut und am Horizont etwas erkennt, das vorher noch nicht da war. Erst ist es nur eine Linie. Dann werden es Konturen. Dann stehen sie plötzlich da: die Alpen. Für Tom ist das jedes Mal ein besonderer Moment. Auch wenn man schon oft geflogen ist, bleibt dieser Blick stark. Die Berge wirken aus der Luft nicht nur schön, sondern würdevoll. Sie holen einen sofort aus jeder Routine heraus. Richtung Zugspitze wird dieser Eindruck noch intensiver. Die Zugspitze ist nicht einfach irgendein Berg, sondern Deutschlands höchster Punkt, ein Symbol für Höhe, Weite und alpine Landschaft. Tom würde so eine Route nie leichtfertig beschreiben. Eine Runde in Richtung Zugspitze oder rund um das bekannte Gipfelkreuz ist kein spontaner Spaßflug ohne Vorbereitung.
Berge verlangen Respekt. Wetter, Wind, Wolken, Sicht, Turbulenz, Flughöhe, Luftraum, Naturschutz und Erfahrung spielen eine große Rolle. Aber gerade wenn alles passt, ist es ein Erlebnis, das man nicht vergisst. Man sieht Täler, Seen, Felslinien, Schneefelder, Wälder und Orte, die von oben eine ganz andere Wirkung bekommen. Tom mag an solchen Flügen besonders den Wechsel der Perspektive. Am Boden sieht man die Alpen als Kulisse. Aus der Luft versteht man eher, wie groß dieser Raum wirklich ist. Man erkennt, wie Täler verlaufen, wie Straßen sich durch die Landschaft ziehen, wie Seen zwischen den Bergen liegen und wie schnell sich Licht und Schatten verändern. Ein Schnupperflieger erlebt in diesem Moment vielleicht zum ersten Mal, dass Fliegen nicht nur Fortbewegung ist.
Es ist ein Blickwechsel. Man sieht nicht einfach mehr. Man sieht anders. Und dann kommt dieser Gedanke, den Tom an solchen Tagen besonders mag: Nach dem Flug dort unten zu landen, auszusteigen und die Berge wieder von unten zu betrachten. Das hat etwas fast Filmisches. Eben war man noch über dem Voralpenland unterwegs, hat die Landschaft in ihrer großen Form gesehen, und wenig später sitzt man vielleicht auf einer Terrasse, trinkt einen Kaffee, bestellt etwas Gutes zu essen und schaut wieder hinauf. Genau dieser Kontrast macht den Tag rund. Erst die Welt von oben, dann der Genuss am Boden. Erst Motorengeräusch, Funk und Konzentration, dann Teller, Glas, Gespräch und Ruhe.
Warum so ein Tag immer wieder ein Flug wert ist
Für Tom ist ein solcher Flugtag nicht nur ein Ausflug. Er ist eine Erinnerung daran, warum Menschen fliegen wollen. Nicht wegen Angeberei. Nicht wegen Luxus. Nicht, weil man irgendwo schneller sein muss. Sondern weil Fliegen eine besondere Art ist, einen Tag zu erleben.
Man startet in Egelsbach, mit Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet im Rücken. Man fliegt Richtung Süden, sieht Landschaften, die am Boden oft nur Durchgangsraum sind. Man nähert sich München, dem Alpenvorland oder sogar der Region um die Zugspitze. Und irgendwann landet man an einem Platz, steigt aus und weiß: Das war mehr als eine Strecke. Tom mag an solchen Tagen die Mischung aus Disziplin und Leichtigkeit. Vor dem Flug muss alles stimmen. Die Maschine wird geprüft, die Route geplant, das Wetter bewertet, die Entscheidung bewusst getroffen. Aber sobald man in der Luft ist, kommt zu dieser ganzen Vorbereitung ein Gefühl, das man schwer erklären kann. Die Welt wird ruhig. Nicht still, denn der Motor arbeitet, der Funk läuft, die Instrumente verlangen Aufmerksamkeit. Aber innerlich wird es ruhig. Man ist dort oben ganz bei der Sache.
Fliegen mit beginn eines Schnupperlug macht dich frei Das Handy spielt keine Rolle, der Alltag ist weit weg, und die Landschaft zieht unter einem vorbei. Für jemanden, der bei einem Schnupperflug dabei ist, kann so ein Tag der Anfang sein. Vielleicht bleibt es bei einem besonderen Erlebnis. Vielleicht entsteht daraus aber auch mehr.
Ein erster Gedanke an eine Ausbildung. Ein neues Interesse. Eine Leidenschaft, die vorher nur als Traum vorhanden war. Tom findet gerade diese ersten Flüge schön, weil sie ehrlich sind. Man merkt den Menschen an, wenn sie nach der Landung aussteigen und noch nicht ganz wieder am Boden angekommen sind. Sie lächeln anders. Sie erzählen sofort, was sie gesehen haben. Sie sprechen über den Start, über Kurven, über den Blick auf ihre Heimat von oben. Genau das ist Fliegen mit Spaß. Für den Scheininhaber ist der Tag anders wertvoll. Er erinnert daran, dass die Lizenz nicht nur ein Dokument ist, sondern eine Möglichkeit. Eine Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wohin es gehen soll. Eine Möglichkeit, nicht nur Platzrunden oder kurze Standardstrecken zu fliegen, sondern echte Tagesreisen zu gestalten. Egelsbach nach Süden, vielleicht mit Alpenblick, vielleicht mit Landung zum Essen, vielleicht mit Rückflug im weichen Abendlicht. Das ist Allgemeine Luftfahrt in ihrer schönsten Form: persönlich, verantwortungsvoll, erlebnisreich. Und wenn Tom am Ende eines solchen Tages wieder in Egelsbach landet, der Motor schweigt, die Maschine abgestellt ist und die Sonne langsam tiefer geht, dann bleibt dieses Gefühl. Man ist müde, aber nicht erschöpft. Konzentriert, aber zufrieden. Man hat etwas gesehen, das nicht jeder sieht. Man hat einen Tag nicht einfach verbracht, sondern erlebt. Genau deshalb sagt Tom: So ein Tag ist immer wieder ein Flug wert.
Charter ab Egelsbach – wenn aus einem Flugtag ein eigenes Erlebnis wird
Wer nach einem solchen Flugtag nicht nur vom Fliegen erzählen, sondern selbst wieder einsteigen möchte, findet am Verkehrslandeplatz Frankfurt-Egelsbach entsprechende Möglichkeiten.
Bei der RheinMain Flightcenter GmbH stehen verschiedene Luftfahrzeugmuster zum Chartern bereit – passend für Piloten, die ihre Lizenz aktiv nutzen und besondere Strecken nicht nur planen, sondern auch erleben möchten. Ob ein klassischer Flug mit einer Cessna 172, ein moderner Reiseflug mit einer Cirrus oder ein anderes geeignetes Muster: Entscheidend ist immer, dass Flugzeug, Route, Wetter und persönlicher Anspruch zusammenpassen. Genau darin liegt der Reiz der Allgemeinen Luftfahrt. Und nicht vergessen einen Schnupperflug kannst du dort auch machen, das Team steht dir zur Seite. Denn das Team sind alle leidenschaftliche Flieger mit allen Sinnen, und der Kaffee schmeckt auch :-).
Kontakt
RheinMain Flightcenter GmbH Verkehrslandeplatz Frankfurt-Egelsbach
Am Flugplatz 63329 EgelsbachDeutschland
Telefon: +49 (6103) 4 40 87 16
E-Mail: info@rm-flightcenter.de
Bürozeiten: Montag bis Sonntag, 9 bis 17:30 Uhr sowie jederzeit nach Vereinbarung.
Flugbetrieb und Charter: ganzjährig, auch an Sonn- und Feiertagen.
Alles beginnt mit dem ersten Flug – deinem Schnupperflug

Aber eines ist klar: Irgendwann beginnt alles mit einem ersten Flug. Bei mir war es damals ein Schnupperflug am Flugplatz Aschaffenburg EDFC. Ich war neun Jahre alt, es war 1979, und ich saß in einer Stieglitz, Baujahr 1937 – einem Doppeldecker, der für mich bis heute mehr ist als nur ein Flugzeug. Dieser Moment hat etwas ausgelöst, das geblieben ist. Heute bin ich 55 Jahre alt, und ich habe es nie bereut, mich für diesen Weg entschieden zu haben. Denn Fliegen ist nicht nur Technik, nicht nur Freiheit und nicht nur ein schönes Hobby unsere Leidenschaft. Fliegen ist auch Gemeinschaft. Wir Fliegerkameraden halten zusammen. Ich freue mich immer wieder auf unsere Treffen in Deutschland – im Norden, Osten, Süden und Westen. Überall gibt es Kontakte, Freundschaften und Netzwerke, die über Jahre gewachsen sind. Und nicht zu vergessen: auch unsere europäischen Freunde, mit denen wir immer wieder in engem Austausch stehen. Fliegen verändert den Blick auf das Ganze. Auf die Landschaft, auf die Technik, auf die eigene Freiheit und manchmal auch auf das Leben. Man muss nicht sofort wissen, ob daraus eine Ausbildung, eine Lizenz oder eine lange Leidenschaft wird. Man muss nur den ersten Schritt machen. Also: Jetzt seid ihr dran. Wenn ihr fliegen wollt, redet nicht nur darüber. Macht euren Schnupperflug, steigt ein, schaut nach vorne und hebt ab. Vielleicht bleibt es ein besonderes Erlebnis. Vielleicht wird daraus mehr. Es lohnt sich... Eurer
Peter
Hinweis: Dieser Beitrag beruht auf persönlichen Eindrücken und eigenen Besuchen. Es handelt sich nicht um eine bezahlte Kooperation.


